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Pohled na radnici z ulice Palackého

Chotěboř

Chotěboř ist eine typische tschechische Stadt, die im westlichen Teil der Böhmisch-Mährischen Höhe auf 515 m. ü. M. liegt. Die Landschaft am Fuß des Eisengebirges(Železné hory) ist besonders durch saubere Umwelt gekennzeichnet und ist zur Touristik, Radeln und Erholung geeignet. Von Touristen wird besonders das Tal des Flusses Doubrava mit seinem Canon ausgesucht.

Geschichte der Stadt

Die erste schriftliche Erwähnung Chotěbořs war im Jahre 1265. Die Silbergruben in der Umgebung von Chotěboř waren der Grund dafür, dass der König Johann von Luxemburg die Ortschaft gekauft und sie im Jahre 1331 zu Stadt erhoben hat. Königsstadt blieb Chotěboř bis Ende des 15. Jahrhunderts, als das mächtige Adelsgeschlecht Trčka von Lípa die Stadt übernahm. Im Verlauf des 17. Und 18. Jahrhunderts wechselten die Besitzer sehr schnell. Graf Vilem Leopold Kinský, der die Herrschaft seit 1863 besaß, ließ in den Jahren 1701-1702 das neue Barockschloss mit der Allerheiligsten Dreieinigkeitskapelle erbauen, das vom englischen Park umgeben ist. Die bedeutendsten Besitzer des Schlosses waren seit dem Jahre 1836 bis zur Konfiskation im Jahre 1948 die Mitglieder des Adelgeschlechtes Dobřenský von Dobřenice. Im Jahre 1992 wurde ihnen das Schloss im Restitutionsverfahren zurückgegeben.

Gegenwart der Stadt

Heute hat Chotěboř knapp 10 000 Bewohner. Das Stadtamt von Chotěboř übt die Staatsverwaltung für 31 Gemeinden in der Umgebung aus.

Im nördlichen Teil der Stadt finden wie ein ziemlich ausgedehntes Denkmalschutzgebiet der Altstadt mit dem Schloss und dem englischen Park, landwirtschaftliche Produktion und kleinere Industriebetriebe. Im Osten der Stadt befinden sich zahlreiche Sportstätten, die ganz natürlich in die freie Natur des Naturschutzgebiets Železné hory (Eisengebirge) mit dem nicht weit entfernten Tal des Flusses Doubrava übergehen. Größere Industriegebiete befinden sich im südlichen Teil der Stadt, wobei im Westen vor allem Familienhäuser finden kann. Chotěboř ist durch viele Grünflächen, Familienhäusern und Gärten gekennzeichnet, was der Stadt ruhiges, ländliches Gepräge verleiht. In der Nähe der Stadt befinden sich drei große Schrebergartenkolonien mit vielen Gartenhäusern, mehrere Teiche und der Stausee Břevnická, der auch Baden ermöglicht.

Der überwiegende Industriezweig in Chotěboř ist Maschinenbau mit der Spezialisierung auf die Herstellung von Produktionsanlagen und technologischen Vorrichtungen für Brauereien, Molkereien und andere Nahrungsmittelbetriebe und Herstellung der Industrieroboter. Vertreten ist hier auch Holzverarbeitung. In der Stadt sind viele Bauunternehmen, Handelsfirmen und Gewerbetreibenden tätig.

Historische Sehenswürdigkeiten

Zu den bedeutendsten Baudenkmälern der Stadt gehört die Kirche Sankt Jakob des Größeren und das im englischen Park liegende Schloss des Adelgeschlechtes  Dobrzensky im Frühbarockstil, in dem sich heute das städtische Museum die Räume für seine historisch-heimatkundliche Ausstellungen mietet. In der Gemäldegalerie kann man die Werke der hiesigen Maler sehen, die Beziehung zu dieser Region hatten (Rykr, Průcha, Horník, Opatrný).

Zum Schloss gehört auch die Allerheiligste Dreieinigkeitskapelle mit der ursprünglichen Stuckausschmückung aus der Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Nicht weit vom Schloss befindet sich das Denkmalschutzgebiet Podzámčí  – ein Komplex kleiner Häuschen aus der Wende des 18. und 19. Jahrhunderts, die eine der ältesten Arbeitersiedlungen in der Region darstellen.

Auf dem Stadtplatz mit der Parkanlage findet man das Wahrzeichen der Stadt – das Alte Rathaus mit der Turmuhr und die Mariensäule aus dem Jahre 1890. Die andere Mariensäule befindet sich in der Trčků z Lípy-Straße. Sehenswert sind auch die Kapelle der Erhöhung des Heiligen Kreuzes, die Kapelle Sankt Anna oder die Statue des in Chotěboř geborenen Schriftstellers Ignát Hermann.

Touristenziele

Ganz einmalig ist das Naturschutzgebiet Údolí Doubravy (Tal der Doubrava). Dieses Tal hat sich über Jahrhunderte durch die Erosion des Flusses Doubrava gebildet. Man kann es ohne weiteres einen kleinen Grand Canyon nennen. In der Nähe befindet sich auch die kleine Natursehenswürdigkeit Písník bei Sokolovec. Im Tal der Doubrava kann man viele interessante Gebilde sehen, die sehr bildhafte Namen haben, zum Beispiel Obří hrnec (Riesentopf), Koryto (Flussbett) oder Točitý vír (Wendelwasserwirbel). Das Malerische dieses Tales war auch der Grund für die Entstehung vieler Sagen und heute ist das Tal ein beliebtes Ziel der Fotografen. Durch das Tal führt ein 4,5 km langer Lehrpfad. In allen Schutzgebieten gelten strenge Regeln zur Erhaltung der der Naturschönheiten. Nur das Klettern an einigen Felsen im Tal der Doubrava ist erlaubt. Man kann hier wertvolle Lebewesen und nicht weniger interessante Blumen entdecken.

Von der Kapelle Sankt Anna gibt es eine schöne Aussicht auf den Grat vom Eisengebirge und die höchsten Gipfel Vestec und Spálava.

Gerade für die Naturschönheiten und gesunde Umwelt wird die Stadt von Touristen ausgesucht.

Nicht nur die Männer lockt  zum Besuch die Brauerei Chotěboř. Diese ganze moderne Brauerei begann das Bier nach der traditionellen Rezeptur, aber mit Hilfe der modernen Steuerung der technologischen Prozesse im Jahre 2009 zu brauen.

Interessantes

Chotěboř ist der Geburtsort mancher bedeutenden Persönlichkeiten: Schriftsteller Ignát Herrmann (in Chotěboř gibt es sein Denkmal), Journalist Karel Ninger (an seinem Geburtshaus ist die Gedenktafel), schlesischer Erwecker František Sláma, Maler Zdeněk Rykr.

Erwähnswert ist auch der Aufenthalt des Schriftstellers Jaroslav Hašeks in der Gaststätte Panský dům (auf dem Stadtplatz, heute Restaurant, Café, Billiardzentrum), der hier die Geschichte „Volsverräter in Chotěboř“ schrieb.